Archiv BILDER DER ARBEIT |
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| :: zur Startseite :: | Virtuelles Museum - Historische Synopse 8: Vom 2. Weltkrieg bis zur Gegenwart |
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1945................................................................................................................................................................2007 |
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DDR |
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![]() Müller, K.E.: Die erste Schicht, 1948 |
![]() Hering, E.: Nationalpreisträger E. Wirth, ca. 1952 |
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![]() Speer, W.: Porträt einer verdienstvollen Arbeiterin, 1984 |
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| Frankreich / Italien / England | ||||||||||||||||||||||||
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![]() Lowry, L.S.: Industrial Landscape, 1952 |
![]() Pizzinato, A.: Bauarbeiter, 1961/62 |
![]() Rochette, R.: Midi: sortie des ouvriers, 1976 |
![]() Mason, R.: Broadgate-Zyklus, 1989 |
![]() Piketty, D.: Usine rouge à Gennevilliers, 1996 |
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Bundesrepublik Deutschland |
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![]() Münster, M.: Wiederaufbau, 1946 |
![]() Hrdlicka, A.: Der Mensch in seiner Arbeitswelt (Zyklus), 1955 |
![]() Heinzinger, A.: Hochofenabstich, 1966 |
![]() Hahn, S.: In fortgeschrittener Stunde, 1966/69 |
![]() Kraemer, D.: Arbeiterin im VW-Werk, 1976 |
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![]() Tylle, H.-D.: Hochofenarbeiter, 1997 |
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![]() Gessner, R.: Ein Maler sieht das Ruhrgebiet (Zyklus), 1952 ca. |
![]() Waller, J.: Straßenkehrer, 1966 |
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![]() Kurowski, W.: Zechensterben, 1979 |
![]() Schneider, R.: Bitterfeld-Zyklus, 1993 |
![]() Ritterbusch, K.: Flowing Steel, 1997 |
![]() Calvelli, A.: Brikettfabrik Frechen, Schweißer, 2005 |
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Spielt in der durch Museen, Galerien, Markt, Feuilletons definierten Kunstszene das Arbeitsbild (wie zunächst gegenständliche Kunst überhaupt) nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik praktisch keine Rolle mehr, so fördert die Staatskunst der DDR dieses Genre erheblich, gilt es doch, die neuen Produktionsverhältnisse positiv gegen den westlichen Kapitalismus zu profilieren. Vereinzelt wird im Westen die Nachkriegssituation thematisiert; in Italien dagegen nimmt sich mit neuen Formen Guttuso dem Arbeitsthema an, in Frankreich malt Léger seine großen Bauarbeiterbilder. Die deutsche Industrie behält z.T. die alte Ikonografie bei, z.T. aber, und das wird für die 50er Jahre dominant, entsteht ein völlig neues visuelles Paradigma, das Leichtigkeit und Freundlichkeit der Industrie zu suggerieren versucht. Ein solitäres Werk der 50er Jahre bleibt Alfred Hrdlickas Zyklus "Der Mensch in seiner Arbeitswelt", in dem Schwerarbeiter zur Darstellung gebracht werden. Einen gewissen Aufschwung nimmt das Arbeitsbild als Teil der gesellschaftskritischen Periode in der BRD ab etwa 1967. Untergeordnete Arbeiten, industriekapitalistische Produktionsverhältnisse, Technologie und auch schon Ökologie sind Themen dieser Beiträge.
In den achtziger Jahren kommt allgemeineres Interesse der Industrie an dem gemalten Bild fast zum Erliegen; nur selten erhalten Künstler von ihr Aufträge; andere visuelle Mittel, vor allem die Fotografie, haben das gestaltete Bild weitgehend verdrängt. Die künstlerische Bildproduktion zielt nun partiell auf ein anderes, teils kritisch orientiertes Publikum. Themen, die in der öffentlichen Diskussion eine Rolle spielen, finden sich auch in diesem Medium kommentiert: Technologische Entwicklung, Atomindustrie, die Lage der ausländischen Arbeitnehmer oder der Niedergang der alten Industrien dienen als Bildvorwürfe. Vereinzelt werden Betriebsprojekte von Künstlergruppen durchgeführt. Ein höchst eindrucksvoller Zyklus bezüglich der Broadgate-Bauarbeiten in England wird von Mason geschaffen, eine Künstlerinnengruppe weist in großen Wandbildern im Hamburger Hafen auf die im öffentlichen Bewusstsein vernachlässigte Arbeit der Frauen hin. Der autodidaktische Industriearbeiter Heinz Frigge setzt sich zunächst mit seiner eigenen Arbeitsumgebung malerisch auseinander. Einige wenige Künstlerinnen und Künstler spezialisieren sich auf die Industriemalerei: Bieneck-Roos, Budde-Engelke, Calvelli, Kreidt, Ritterbusch, Schneider, Tylle z.B. wagen es, sich weiterhin mit neuen und alten Industrien auseinanderzusetzen, wobei ein Schwerpunktthema der letzten Jahre der Niedergang alter Industriewerke ist. |
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