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Projekt
Denkmale der Arbeit
Arbeiterskulpturen im öffentlichen Raum

Die Darstellung menschlicher Arbeit in der bildenden Kunst ist zwar im Prinzip bislang ganz gut erforscht, ein durchaus wesentlicher Bereich ist aber bislang nur fragmentarisch dokumentiert und untersucht worden: die künstlerische Präsentation von Arbeit bzw. Arbeitern in Monumenten im öffentlichen Raum. Dabei trifft man auf sie an vielen Orten, wenn man nur darauf achtet: Plastiken von Arbeitern, Reliefs, Wandmalereien, Mosaiken, Bauschmuck verschiedenster Art findet man auf öffentlichen Plätzen und an Gebäuden, auf Friedhöfen und auch im Bereich von Firmengeländen.

Darstellungen von Arbeitern im öffentlichen Raum lassen sich unter mehreren Aspekten als „Monumente“ verstehen. Sie sind in der Regel „monumental“ im Sinne von „groß“ (Arbeiterplastiken sind häufig sogar überlebensgroß) und ihre Funktion ist die der Erinnerung, und zwar in mehrfacher Weise: (1) Zum Zeitpunkt der Errichtung des Werkes soll z.B. die Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis, eine Berufsgruppe oder an Arbeitstugenden (Fleiß, Produktivität) wach gehalten werden. Die Präsentation solcher Objekte im öffentlichen Raum hat dabei stets eine deklamatorische, bekennende oder auch progagandistische Funktion, stets ist sie Element kultur-, wirtschafts- oder sozialpolitischer Konzepte oder gar Strategien. (2) Aus heutiger Perspektive sind historische Arbeiterdarstellungen im öffentlichen Raum mindestens in zweifacher Hinsicht Monumente der Erinnerung. Zum einen erinnern sie nach wie vor an für bedeutend gehaltene Ereignisse (z.B.Grubenunglücke), an untergegangene Berufe (z.B. bestimmte Gewerke) oder Industrien (z.B. Bergbau). In dieser Hinsicht erfüllen sie also weiterhin ursprünglich zugedachte Funktionen. Zum anderen können sie aber auch als Erinnerung an Konstellationen historischer Arbeitskulturen, politischer Verhältnisse und vorherrschender Ideologien dienen. Insbesondere unter diesem Aspekt sind sie wertvolle arbeitsarchäologische Artefakte, um vergangene kulturelle und politische Muster aufzudecken.

Das angestrebte Projekt zielt zunächst auf eine dokumentarische Bestandserfassung von Monumenten der Arbeit im öffentlichen Raum ab. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Arbeiterskulptur.

Die Objektdatenbank enthält derzeit ca. 500 Objekte (weltweit). Diese Datenbank wird ggf. über diese Website zugänglich gemacht werden.