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"Vorwärts" Seit Menschen Bilder darstellen, gehören Bilder der Arbeit zu ihren wichtigsten Motiven. Die Darstellungen der Arbeit durch die Jahrhunderte geben Auskunft über den Stellenwert des Menschen in der Gesellschaft. Das Arbeitsbild ist dennoch eine ungenutzte Quelle für das Verstehen der Gesellschaft. Die Bilder über die Arbeit sind in hervorragender Weise dazu geeignet, soziologisch relevante Themenkomplexe in den verschiedenen Epochen zu thematisieren und zu beleuchten, wie beispielsweise Arbeit und Geschlechterverhältnisse oder Arbeit und Kapital, da die Gesellschaft und das Leben des Einzelnen hauptsächlich von ihr geprägt werden. Ihre Analyse gibt Auskunft über die Konstruktionen gesellschaftlicher Wirklichkeit in den jeweiligen Epochen. Die Darstellungen der Arbeit reichen vom Mittelalter bis heute. So gehörte sie im Mittelalter schlicht zur menschlichen Existenzweise. Ab dem 16. Jahrhundert wird die Arbeit aus dem einheitlichen Kontext des Lebens herausgelöst. Sie wird rationalisierbar, effektivierbar und organisierbar. In der Moderne werden Rationalisierung, Umweltproblematik und Anonymität thematisiert. Keinen Eingang haben postindustrielle Darstellungen der Arbeit in den Bildband gefunden. SIMONE SCHMIDT Klaus Türk: Bilder
der Arbeit. Eine ikonografische Anthologie. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden
2000, 400 S., 148 DM.
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